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Das sind die CO2-Sünder unter Deinen Getränken

Genug trinken.

Der absolute Renner unter den Neujahresvorsätzen für 2020: endlich etwas mehr gegen den Klimawandel tun. In 2019 haben wir gelernt, dass jeder Einzelne einen Unterschied bewirkt, jede Einzelne zählt. Jetzt, in den zarten Anfängen des neuen Jahres, gilt es zu beweisen, dass es uns ernst ist. Nur – wo anfangen? Fischen wir uns doch unter den 1001 Möglichkeiten eine recht naheliegende heraus: Deine Getränke. Trinken musst Du schließlich. Also warum nicht trinken fürs Klima?

Herkunft, Herstellung, Verpackung: das Dreigestirn der Nachhaltigkeit

Mangosaft oder Apfelsaft, Kaffee oder Tee, Milch oder Wein? Das ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Doch für die CO2-Bilanz macht es tatsächlich einen Unterschied, was Du Dir in die Küche stellst. Die drei großen Fragen lauten:

  • Wo kommt das Getränk her? z. B. vom Bauern um die Ecke oder vom anderen Ende der Welt
  • Wie wurde es hergestellt? z. B. mit viel oder wenig Energieverbrauch oder Pestiziden
  • Wie ist es verpackt? z. B. in der Mehrweg- oder Wegwerfverpackung

Wenn wir uns diese Kriterien vornehmen, lässt sich daraus ein ungefährer CO2- Wert pro Liter berechnen. Und schon haben wir Klimasieger – und leider auch Klimasünder von der Getränketheke.

Top: Leitungswasser, Tee, Mineralwasser und regionaler Apfelsaft

Wer hätte es gedacht: Leitungswasser ist der Star unter den umweltfreundlichen Getränken. Weniger als ein halbes Gramm CO2 erzeugt der Liter. Klar, das Wasser kommt ohne Anfahrt, Verarbeitung und Verpackung (nimm es in der FLSK mit!) aus. Ein echter Minimalist! Wer Wasser lieber aus Flaschen trinkt, macht auch nicht so viel falsch. Mineralwasser (aus Mehrwegglasflaschen) verursacht um die 200 Gramm CO2 pro Liter. Damit steht es definitiv noch auf der Gewinnerseite.

Eine ähnlich gute Bilanz wie das Mineralwasser hat – Tada! – der Tee. Das gilt vor allem für grünen und schwarzen Tee. Dessen Blätter haben zwar einen weiten Weg von Japan oder Indien bis nach Deutschland, dafür benötigen sie aber keine energieaufwendige Verarbeitung. Tee ist (im Vergleich zu Kaffee) extrem ergiebig, ein Teelöffel reicht für eine ganze Kanne.

Für Dich darf es süßer und fruchtiger sein? Dann ist Apfelsaft für rund 300 Gramm CO2 pro Liter Dein Ding. Warum ist der so viel besser als die meisten anderen Sorten? Ganz einfach: Äpfel sind hier heimisch. Richtig klasse ist es, wenn Du in der Nähe gepressten Apfelsaft aus regionalen Sorten in Bioqualität kaufst.

Flop: Orangensaft, Kaffee, Milch, Wein

Okay, kommen wir zu den Getränken, die dem Klima im Vergleich richtig wehtun. Bei exotischen Säften, Kaffee, Milch und Wein sprechen wir von ungefähr 1.000 Gramm CO2 pro Liter und mehr. Das ist schon ein Unterschied!

Orangen und andere weit gereiste Früchte sind häufig mit Pestiziden belastet. Plastikflaschen verschlechtern die Bilanz zusätzlich. Das Problem beim Kaffee ist die besonders aufwendige Herstellung der Kaffeebohne und die großen Mengen, die man pro Tasse verbraucht. Bei der Milch steckt ein ganzer Kuhstall hinter den vergleichsweise hohen CO2-Zahlen. Ja und der Wein verursacht ebenfalls durch seine Herstellung sehr viel CO2. Da bewahrheitet sich wieder das Motto „Kauf lokal“ – ein Riesling von der Mosel schneidet besser ab als ein spanischer Rioja.

Geht nicht ohne? Kein Problem.

Keine Frage, die eher negativ bewerteten Getränke sind alle ziemlich lecker. Wohl kaum einer möchte ganz ohne leben. Ich auch nicht! Daher mein Tipp: seltener genießen, aber dafür so richtig! Außerdem lohnt es sich, beim Einkauf verstärkt auf biologische oder fair gehandelte Produkte zu setzen.

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