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3 Wege zu mehr Gelassenheit im Alltag

FLSK Gelassenheit

Yoga, Meditation, Hanf-Lavendel-Tee … Mal ehrlich: Wir wären doch alle gerne kleine fette Buddhas. Okay, vielleicht nicht unbedingt fett, aber diese Zufriedenheit, das Glück und ja – die Gelassenheit, die er ausstrahlt, wirken super attraktiv. Immer alles unter Kontrolle, über den Dingen schwebend, unberührbar – na ja. Die Realität sieht anders aus.

Es braucht gar nicht viel. Oft reicht es schon, wenn Dein Partner Dich auf diese spezielle Art ansieht. Oder Du auf der Toilette sitzend bemerkst, dass jemand das letzte Blatt Klopapier aufgebraucht hat. Ein Wort, ein Blick, eine Kleinigkeit – und schon bist Du auf 180. Aber ist das wirklich ein Problem?

Gefühle sind normal

Nun, erst mal spricht nichts gegen ein gepflegtes Aufwallen der Gefühle. Das zeigt Dir und den anderen zumindest, dass Du noch am Leben bist! Und eines ist sicher: ein Wutanfall oder eine Heulattacke sind gesünder als das Unterdrücken der Emotionen. Diese gehören einfach zum Leben, sind ganz normal und müssen nicht „weggemacht“ werden. Punkt.

Die Gefühle an sich sind also nicht das Problem. Was dann? Der Umgang mit ihnen. Denn es kann ziemlich negative Auswirkungen haben, zum Spielball Deiner Gefühle zu werden.

Im Affekt …

- sagst Du Sachen, die Du nicht so meinst,

- triffst Du richtig miese Entscheidungen,

- verletzt Du andere Menschen.

Am Ende stehst Du vor einem mehr oder weniger großen Scherbenhaufen, hast Deinen Körper mit Stresshormonen geflutet und letztlich gar nichts erreicht.

Wie Du im Alltag konstruktiv mit Deinen Gefühlen umgehst

Fassen wir zusammen: Es wäre toll, Gefühle zuzulassen, aber ihnen nicht so viel Macht zu geben. Um am Ende wie Buddha mit Dir im Reinen zu sein: ein gefühlvolles Wesen, das aber nicht von seinen Gefühlen beherrscht wird. Klingt gut? Hier kommen drei praktikable Wege dorthin.

1. Gefühle wahrnehmen und benennen

Wut, Stress und Trauer fühlen sich häufig wie gewaltige Wogen an, die Dich überrollen. Das Denken schaltet sich aus und Du bestehst nur noch aus Gefühl. In der Folge sagst Du etwa dumme Dinge oder ziehst die falschen Schlüsse. Dies zu verhindern, hilft die folgende Technik:

- Du bekommst einen heißen Kopf, die Augen brennen oder Dir liegt ein Schimpfwort auf der Zunge? Nimm wahr, dass Du gerade Besuch von einem Gefühl bekommst.

- Gib diesem Gefühl einen Namen und sage Dir: Aha, da ist Wut. Oder: Interessant, ich werde traurig.

- Wenn möglich, spricht Deine Erkenntnis laut aus, für Dich und andere, mit denen Du gerade streitest.

So richtest Du Deine Aufmerksamkeit auf das Wichtigste – nämlich das, was gerade in Dir passiert.

2. Gefühle haben nicht automatisch Recht

Als nächstes geht es darum, Deine Gefühle als das zu erkennen, was sie sind: Hinweisschilder zu Deinem Ich. Nochmal, weil es so wichtig ist: Gefühle sagen Dir etwas über Dich selbst. Und nicht über jemand anderen.

Normalerweise läuft der innere Monolog so ab:

- „Er/sie/es macht mich wütend.“

- „Ich bin traurig, weil xyz so gelaufen ist.“

- Weil ich mich aufrege, heißt das, dass mich jemand schlecht behandelt hat.“

Das stimmt so nicht, auch wenn es verlockend scheint, die Verantwortung abzugeben. Du bist deshalb emotional bewegt, weil das Ereignis etwas in Dir berührt hat, zum Beispiel eine Erinnerung oder eine Erfahrung. Du bist nie wegen der Dinge wütend. Und Deine Gefühle sind auch keine Beweise für irgendwas. Sie sind einfach nur. Sie erzählen Dir von Dir selbst.

Frage Dich also: Wie kommt es, dass mich das so trifft? Was ist mein Anteil daran?

3. Abstand

Nächste wichtige Erkenntnis: Du hast Gefühle, aber Du bist nicht Deine Gefühle. Wenn Du mehr Gelassenheit in Deinen Tag bringen möchtest, brauchst Du Abstand zu ihnen. Dabei unterstützt Dich alles, das Dir zeigt: Ich bin größer als die momentane Erfahrung.

- Ein Blick in den (Sternen-)Himmel. 

- Ein Musikstück

- Der Gedanke: Welche Auswirkung hat dieser Moment auf mich morgen, in 5 Tagen, in einem Jahr?

- Eine kleine Verrücktheit, die Du Dir erlaubst (probiere mal Gackern wie ein Huhn!)

- Die Überlegung, wie das Ganze auf einen Außerirdischen wirkt

All das hat den angenehmen Effekt, dass Du die Situation und die damit verbunden Gefühle nicht mehr so ernst nimmst. So beschaffst Du Dir wieder die Ressourcen, um zielgerichtet zu handeln und damit Deine Lage zu verbessern: ein klärendes Gespräch, das Aufzeigen einer Grenze – oder einfach ein Buddha-likes Schulterzucken.

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