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How to Kofferpacken

Koffer packen

Urlaubszeit. Kofferpackzeit. Wenn ich mir meine Umgebung so anschaue, kristallisieren sich dabei zwei gegensätzliche Typen heraus: der eifrige Reisefiebertyp und der prokrastinierende Kopf-in-den-Sand-Typ. Bestimmt kennst Du die auch, bzw. kannst Dich selbst einer Gruppe zuordnen.

O-Ton Reisefiebertyp

„Mensch, das sind ja nur noch zwei Wochen bis zum Flug! Es wird höchste Zeit, dass ich mir die Schuhe rauslege und ein paar Outfits überlege. Außerdem brauche ich noch ein mückenstichfestes Outdoorhemd und Notfall-Energieriegel. Nochmal im Hotel anrufen, dass das auch alles klappt. Den Koffer hol ich besser auch schon aus dem Keller, dann kann der lüften …“

O-Ton Kopf-in-den-Sand-Typ

„Urlaub? Jahaaa … ist doch noch ewig hin. Ich schmeiß dann schnell ein paar Sachen in den Seesack, da passt schon. Packen ist anstrengend und außerdem vergesse ich sowieso die Hälfte. Ist ja auch egal, schließlich kann man alles kaufen. Wichtig sind nur Kreditkarte und Handy …“

Während die eine sich bis zur Nacht vorher vor dem Kofferpacken drückt, macht der andere sich schon Wochen vorher Gedanken, was alles mit muss. Wie so oft liegt der beste Weg, den Koffer zu packen in der goldenen Mitte. Etwas Planung schadet nicht, jedoch sollte man sich nicht für alle Eventualitäten ausstatten. Reise lieber mit leichtem, multifunktionalen Gepäck und genau den Dingen, die das Leben unterwegs bereichern. Leichter gesagt als getan? Pustekuchen: Halte Dich einfach an diesen How-to-Guide.

Koffer oder Rucksack?  

Das kommt darauf an, wo Du unterwegs bist. Für Städte, Autorundreisen und lange Aufenthalte an einem Ort empfiehlt sich der Koffer. Man kann ihn ziehen und es wird nicht so schnell chaotisch darin. Bis Du nämlich im Rucksack etwas gefunden hast, musst Du im schlimmsten Fall einmal alles durchwühlen. Dafür bist Du mit dem Ding auf dem Rücken deutlich mobiler und flexibler: erste Wahl für Touren zu Fuß oder mit öffentliche Verkehrsmittels sowie in Länder mit weniger Infrastruktur. Eine Freundin ist mal mit Koffer nach Kuba gereist. Sie hat ihn hauptsächlich getragen (Kopfsteinpflaster, Löcher in der Straße, keine Straße). Super Sache für alle, die mit Handgepäck reisen: Hybridmodelle, die man sowohl auf dem Rücken tragen als auch ziehen kann.

Urlaubsgarderobe mit System

Okay, Du darfst die bunte Strandtunika mit Bommeln einpacken. Aber ansonsten ist es sehr hilfreich, Dich auf eine Basisfarbe (Schwarz, Grau, Kaki, Dunkelblau) und dazu 1-2 Akzentfarben zu beschränken. Plane daheim 4-5 Outfits, die auch untereinander zu kombinieren sind. So musst Du vor Ort nicht mehr lange überlegen. Bedenke außerdem, dass Dich vor Ort vermutlich niemand kennt. Du kannst also getrost auf die neuesten Trends und unbequeme Schuhe verzichten. Apropos Schuhe: Fang das Packen immer mit den Schuhen an und suche dann Kleider aus, die dazu passen. Sonst hast Du am Ende zehn verschiedene Paar im Koffer. Packst Du Deine Kleider in Vakuumbeutel, sparst Du Platz und sorgst unterwegs für Ordnung.

3 Dinge, die Du getrost zu Hause lassen kannst

  • Desinfektionsgel: Fördert eher zwanghafte Bakterienangst, als wirklich hilfreich zu sein. Anstecken kannst Du Dich überall, dafür musst Du nicht einmal etwas berühren. Im Notfall (wenn die Toilette eklig war) lieber etwas Wasser aus der Trinkflasche (siehe unten) über die Hände gießen und darauf vertrauen, dass Dein Immunsystem das packt.
  • Schmuck: Es gibt nichts Unpraktischeres als Wertgegenstände auf Reisen. Und auch Modeschmuck braucht es on Tour nicht in größeren Mengen. Wer hat schon Lust jeden Tag die passende Kette aus dem Beutelchen zu kramen und deren Verwicklungen zu lösen? Beschränke Dich auf ein bis zwei Lieblingsstücke, die Du schon bei der Abreise trägst.
  • Bücher und Reisführer:  Warum? Gewicht! Nutze lieber einen E-Reader oder eine Lese-App auf Deinem Smartphone. Auch Hörbücher und Podcasts vertreiben auf langen Zugfahrten prima die Zeit.

3 Dinge die in jedes Gepäck gehören

  • Multifunktionstuch: Ein großes Baumwolltuch in einer dezenten Farbe lässt sich fast für alles verwenden: als Decke, als Schal, als Handtuch, am Strand, als Kleid, Sitzkissen …
  • Ohrstöpsel: Auch wenn Du denkst, nicht empfindlich zu sein – der Moment wird kommen. Sei es ein dröhnender Schiffsmotor bei der Überfahrt, ein schnarchender Nebenlieger auf der Hütte oder ein schreiendes Kleinkind im Flugzeug.
  • FLSK Trinkflasche: Nein, das ist keine Schleichwerbung, sondern mein voller Ernst. Ich verreise nicht mehr ohne FLSK. Denn sie spart mir viel Geld und Gewicht (Leitungswasser zapfen statt Flaschen schleppen). Außerdem liebe ich es, dass ich in warmen Gegenden kein lauwarmes Wasser trinken muss. Es lebe die Isolierfunktion!

Zu guter Letzt solltest Du Dir klar machen, warum Du reist. Geht es nicht darum, neue Erfahrungen zu machen und einmal anders zu leben als zu Hause? Genieße es, etwa minimalistischer unterwegs zu sein, zu improvisieren und Deine Gewohnheiten vom frischen Wind des Abenteuers lüften zu lassen. Gute Reise!

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