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Ladenhüter: So entfernst Du Überflüssiges aus deinem Leben

FLSK

Hast Du Schwierigkeiten, Dich von Altem zu trennen? Dann geht es Dir wie den allermeisten Menschen – Minimalismus-Trend hin oder her. Wir horten Gegenstände (im Schnitt 15.000!), Freunde (reale und virtuelle), Gewohnheiten, Hobbies und Projekte. Dabei würde es uns so gut tun, manches aus unserer Realität zu entfernen. Ein Zuviel in einem Bereich des Lebens macht nämlich nachweislich unfrei, unglücklich und unbeweglich. Warum das so ist und wie Du Dich sanft von Überflüssigem befreien kannst, erfährst Du hier.

Warum horten wir?

Zeug. Überall Zeug. Im Kleiderschrank, in den Schublanden und (oh mein Gott!) im Keller. Wer hat ihn nicht, den Kalender aus dem Jahr 2011, der aber halt so schöne Bilder hat, dass man ihn nicht wegwerfen kann. Oder die Untersetzer mit einer Frontalansicht des Buckingham Palace, nett gemeintes Mitbringsel der großen Schwester. 10 schwarze T-Shirts, etc. Ich denke, Du weißt, was ich meine.

Eigentlich scheint es ganz vernünftig hier einmal aufzuräumen. Doch so leicht es nicht. Es gibt drei Gründe, warum wir an Dingen festhalten:

  • Wir sind emotional mit ihnen verbunden. Sie stehen für unser Auslandsjahr in Kanada (altes Jahrbuch), für das Freiheitsgefühl am Lagerfeuer (ungenutzte Gitarre) oder unser Wunsch, uns weiterzubilden (die teuren, dicken Bücher, die Du niemals lesen wirst).
  • Es steckt tief in unseren Genen, dass wir uns mit dem Anhäufen von Dingen sicherer fühlen. Es war einmal vor langer Zeit ein evolutionärer Vorteil, etwa zu besitzen. Später symbolisierte Besitz Wohlstand und damit gesellschaftliche Vorteile.
  • Wir möchten moralisch richtig handeln. Geschenke wegzuwerfen ist für viele ein No-Go.

Am Beispiel der Gegenstände sieht man gut, wie das Prinzip Zuviel funktioniert. Es lässt sich auch auf andere Lebensbereiche, wie unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und Gewohnheiten übertragen. Wir können nicht loslassen, weil wir glauben, dass wir dadurch etwas verlieren: eine Geschichte über uns selbst, wie wir sind und was uns ausmacht.

Hinzukommen – ganz banal – die Trägheit, sich Gedanken darüber zu machen und Angst, einen Fehler zu begehen. Wer alles lässt, wie es ist, kann doch nichts falsch machen, oder? 

Was bringt das Loslassen?

Leider kannst Du Dir auch durch Nichtstun schaden. Zu viel Überflüssiges in Deinem Leben hemmt Deine persönliche Entwicklung und stiehlt Dir kostbare Lebenszeit. Und die kommt ja bekanntlich nicht mehr zurück.

Es gibt aber auch eine Menge zu gewinnen. Neben Freiraum, Freizeit und Freiheit auch mehr Selbstachtung und Würde. Du kannst zu den Dingen in Deinem Leben eine echte Beziehung aufbauen und die einzelnen Menschen und Aktivitäten mehr genießen.

Lebensbereiche, in denen Du nach „Ladenhütern“ Ausschau halten kannst:

  • Beziehungen: Welche Personen hängen eigentlich nur noch aus Gewohnheit in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis herum, obwohl ihr euch nicht guttut und nicht weiterbringt?
  • Sachen: Verlierst Du im Chaos Deiner Dinge den Überblick, könnte es Zeit werden, ein paar davon zu verabschieden.
  • Aufgaben: Sei es im Job, im Verein oder im Haushalt – wo tust Du etwas, das eigentlich überflüssig ist, Dich nicht glücklich macht und nicht wertgeschätzt wird?
  • Freizeit: Hast Du noch Lust, jeden Monat auf den Mädelsstammtisch zu gehen? Weg mit allen Aktivitäten, die Du nur noch aus Gewohnheit, Gefälligkeit oder aus Mangel an besseren Ideen aufrechterhältst.

Folge Deinem Instinkt

Bleibt noch eine Frage zu beantworten: Woher weiß ich, ob etwas überflüssig ist? Eigentlich wissen wir es immer. Dein Instinkt sagt Dir, dass dieser neue Flyer weder für Dich noch für Deine Kunden wesentlich ist. Dein Gefühl sagt Dir, mit welchem Gegenstand Du keine Verbindung hast. Du musst nur zuhören. Das Ding in die Hand nehmen, an die Aufgabe denken und hineinspüren. Ist da Freude? Aufregung? Neugier? Oder fühlt es sich eher grau und tot an? Manchmal hilft auch eine kühle Analyse, z. B. bevor Du eine Glückwunschkarte schickst: Wie oft hab ich dieses Person eigentlich im letzten Jahr gesehen?

Schritt für Schritt zum Ziel

Loslassen erfordert Mut, soviel ist klar. Du solltest dabei auch nichts überstürzen. Gehe lieber in kleinen Schritten voran, die Dich nicht überfordern und Dir Lust auf mehr machen. Nimm Dir einen einzigen Bereich vor und lege ein Datum fest, an dem Du Dich ihm widmest.

Ein Grundsatz, den auch Aufräumexpertin Marie Kondo in ihren Büchern predigt ist die Dankbarkeit. Bedanke Dich bei allem, was Dein Leben verlässt für seine Dienste und eure gemeinsame Vergangenheit. So kann er/sie/es in Frieden gehen. Ich wünsche Dir viel Freude auf Deinem Weg zu einem einfacheren Leben! Sei es Dir wert.

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