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Morgenrituale mit Kindern

FLSK Morgenritual

Dies sind für uns alle herausfordernden Zeiten. Doch ein Preis für besondere Belastbarkeit geht in diesen Tagen ganz sicher an Kinder und ihre Eltern.

Bist Du Mama oder Papa? Dann war Dein Tag schon vor Corona ein verrückter Drahtseilakt zwischen Job, Kindergarten und Fußballplatz. Doch Du hast es irgendwie hinbekommen – dank liebgewonnener Routinen, Oma, der Kita und anderen kleinen Helfern des Familienalltags.

Das meiste davon können wir im Moment knicken. Betreuungseinrichtungen bleiben geschlossen und Spieltreffs sind verboten: eine Ausnahmesituation für Eltern wie Kinder.

Schon die Allerkleinsten beobachten die aktuelle Situation sehr genau, sehen die Bilder in den Medien und fangen Stimmungen auf wie Seismografen. Doch im Gegensatz zu uns Erwachsenen können sie nicht alle Zusammenhänge verstehen und reagieren darum viel öfter mit Stress und Angst.

Was Du und Deine Kinder jetzt brauchen, ist etwas, das schon am Morgen Halt, Struktur und Sicherheit in euer Leben bringt. Für alle Helden, die Tag für Tag mit einem verunsicherten Kind meistern, haben wir die wirksamsten Morgenrituale zusammengestellt. Habt euch lieb und haltet durch!

Gut zu wissen:

  • Jede Handlung kann ein Ritual sein. Einziges Kriterium: Ihr führt es immer wieder in derselben Art und Weise zur ungefähr gleichen Zeit aus.
  • Rituale müssen nicht aufwendig oder mysteriös sein. Man braucht nichts Besonderes dafür. Alltägliche Hilfsmittel wie Kerzen oder Musik sprechen alle Sinne an und verstärken die Wirkung.
  • Kurze Rituale passen in jeden Alltag. Fühle Dich frei, sie anzupassen und ganz individuell zu gestalten.
  • Speziell Morgenrituale lassen ein Wir-Gefühl entstehen und schaffen eine kleine vertraute Oase der Verlässlichkeit für die ganze Familie. Das prägt den ganzen Tag.

 

1. Das Aufwach-Ritual

Auch wenn Dein Küken nirgendwo hin muss: Widerstehe der Versuchung, einfach abzuwarten, bis es von selbst aufwacht. „Das ewige Ferien-Gefühl“ ist gerade nicht hilfreich. Ohne Struktur wird es abends später müde und Bettzeiten müssen ständig neu verhandelt werden.

Besser: Wecke Dein Kind jeden Tag zu einer festen Zeit mit einem wunderschönen Aufsteh-Ritual. Denke Dir dazu eine Formel aus, also einen Satz, den Du ganz sanft jeden Morgen sagst, z.B.: „Guten Morgen, mein Schatz. Ein wundervoller Tag liegt vor Dir!“

Dazu kannst Du Deinem Kind eine liebevolle Zuwendung schenken, z. B. einen Stirnkuss. Reibt die Nasen aneinander, streichele über den Kopf oder kitzele Dein Kleines wach. Wichtig ist, dass es jeden Tag dieselbe Handlung ist.

2. Das Frühstücks-Ritual

Ihr habt es an den Frühstückstisch geschafft? Wunderbar. Achte darauf, dass das Frühstück immer hier eingenommen wird. Nicht am Schreibtisch, auf dem Boden im Kinderzimmer oder vor dem Fernseher.

Benutze das immer gleiche Frühstücksgeschirr für Dein Kind und achte auch hier auf wiederkehrende Elemente, z. b. den muki Snackpot mit ein paar Apfelscheiben. Schön ist es, wenn die Großeltern oder ein Freund per Videotelefonie zum Frühstück dazu kommen. Das mindert das Gefühl der Isolation und macht Spaß. Jeden Morgen der Oma mit dem Teebecher zuprosten – da steht man doch gerne auf!

3. Das Schulzeit-Ritual

Eltern sollten sich gerade nicht unter den Druck setzen, Lehrkraft zu spielen. Das wird von vielen Kindern nur mäßig akzeptiert. Stattdessen kannst Du Dich als Vater oder Mutter zum Hüter der Schulzeit erklären.

Du legst gemeinsam mit dem Kind eine Zeit fest, die ausschließlich für Schularbeiten reserviert ist. Bei Grundschulkindern können das 45 Minuten sein und bis zu drei Stunden in höheren Klassen ansteigen.

Markiert diesen Zeitraum mit einem Start- und Endritual. Stifte und Hefte herauslegen oder wegräumen wäre eine ganz banale Handlung, die bewusst vollzogen werden kann. Oder wie wäre es mit einem kleinen Gong, wie das Kind ihn aus der Schule kennt? Auch ein Kuscheltier, das während dieser Zeit auf dem Schreibtisch sitzt, oder eine Krone auf dem Kopf halten den Rahmen. Seid kreativ! Nach der Arbeit macht eine kleine rituelle Belohnung Sinn.

4. Das Familien-Ritual

Morgens, bevor alle ihren Beschäftigungen nachgehen, ist meistens die ungestörteste Familienzeit. Ideal für ein gemeinsames Ritual. Hier gibt es keine Grenzen, außer die eurer Fantasie.

Bewährt hat sich ein schlichtes Kerze anzünden und an den Händen nehmen. Dann sagt jeder, auf was er sich heute am meisten freut. Oder ein Musikstück, das ihr jedem Morgen zusammen anhört oder singt. Probiere es einfach mal aus und staune, was passiert!

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