Product was successfully added to your shopping cart.

So geht nachhaltiges Einkaufen

FLSK Nachhaltig einkaufen

Kennst Du den Spruch „Dein Kassenbon ist Dein Stimmzettel für eine Welt, wie Du sie gerne haben möchtest“? Darin liegt sehr viel Weisheit. Mit jeder Kaufentscheidung signalisierst Du dem Verkäufer: „Genau dafür bin ich bereit zu zahlen. Bitte mach so weiter.“

Durch Dein Konsumverhalten hast Du wahnsinnig viel Macht! Dabei zählt wirklich jeder Aspekt: ob Du online oder analog einkaufst, in der Stadt oder am Dorf, welche Produkte im Warenkorb landen, etc. Du bist der oder diejenige mit dem Geld. Und das ist der größte Einflussfaktor in unserer Wirtschaft.

Das heißt im Klartext: Du bestimmst mit. Welche Ressourcen verbraucht werden, welche Arbeitsbedingungen belohnt werden, welche Läden sich durchsetzen. Und zwar interessanterweise ohne Dich für irgendetwas aktiv einzusetzen, sondern ganz einfach mit Deinem Einkauf, den Du sowieso erledigen musst. Es war noch nie so einfach, Gutes zu tun! ;-)

Was kaufe ich bei wem? Tipps für nachhaltiges Einkaufen

  • Tierschutz, die regionale Wirtschaft, pestizidfreies Gemüse, faire Arbeitsbedingungen, ressourcenschonende Textilien – die Liste potenzieller Auswahlkriterien ist lang. Darum kläre zuerst: Was ist Dir wichtig?
  • Informiere Dich, welcher Anbieter dieselben Werte vertritt wie Du. Hier können Warensiegel weiterhelfen. Doch leider ersetzt nichts eine gründliche Online-Recherche.
  • Für nahezu jeden konventionellen Shop oder Hersteller gibt es eine fairere Alternative. Empfehlungen sowohl für Online- wie für Offline-Einkäufe gibt z. B. die Hilfswerft mit ihrem Plakat "Die nachhaltigen 222"
  • Du kannst Herstellern sogar per Smartphone Deine Wünsche bezüglich ihrer Produkte mitteilen. Die App ReducePlastic scannt den Barcode und sendet eine automatisierte Nachricht mit der Bitte um weniger Plastik an den Hersteller.

Das Gute liegt so nah: Lokal shoppen

Welchen Einfluss wir Konsumenten haben, kannst Du an vielen Stellen in Deutschland live erleben. Statt lebendiger Straßen stoßen wir auf leerstehende Geschäfte und graue Fassaden. Viele Tante-Emma-Läden oder Boutiquen kämpfen durch den boomenden Online-Handel ums Überleben.

Obwohl in den Stadtzentren sich noch die Massen durch die Einkaufpassagen schieben, zeigt auch hier ein Blick auf die roten Zahlen: Es geht ihm nicht gut, dem regionalen Handel. Ein Zeichen gegen das Verschwinden der „echten Läden“ kannst Du gleich in Deiner Nachbarschaft setzen: Kaufe Lokal.

  • Du erhältst die Vielfalt der kleinen und größeren Geschäfte bei Dir um die Ecke. Es wäre doch schade, wenn Du nicht mehr in Ruhe durch die Auslagen stöbern und Dinge vor dem Kaufen in die Hand nehmen könntest, oder?
  • Du profitierst von einer individuelleren Beratung. Die Buchhändlerin in Deinem Ort schreibt bestimmt keine Fake-Rezensionen, sondern hat ihre Empfehlungen wirklich gelesen. Umtausch und Rückgabe gehen meist schnell und unkompliziert.
  • Du kannst in Deinem Kiez mit dem Fahrrad oder zu Fuß einkaufen. Das hält fit und entlastet die Umwelt.
  • Auf dem Wochenmarkt in Deiner Nähe werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch regional produzierte Waren angeboten. Diese haben keinen weiten Transportweg hinter sich, sind dadurch frischer und besser für die Umwelt.

Klick, klick, meins: Ist Online kaufen schlecht?

Bei aller Begeisterung für das „Buy Local!“ – nicht jedes Produkt bekommst Du auf diese Weise. Online hingegen ist vom knallroten Overall bis zur Ziegenmilch-Shampoo-Bar alles verfügbar. Und nur einen Klick entfernt. Doch ist das Bestellen per Versand automatisch schädlich für die Umwelt?

Die Antwort lautet: Nein. Ein Paket, das vom Postboten an Deine Haustür geliefert wird, verursacht theoretisch weniger CO2, als wenn jeder Mensch einzeln mit dem Auto in die Stadt fährt. Doch die Rechnung geht nicht immer auf, vor allem wenn noch Retouren und Express-Sendungen dazu kommen. Bedenke Folgendes für ein sinnvolles Einkaufen im Internet:

  • Jedes zweite Kleidungsstück wird zurückgeschickt, oft weil es nicht passt. Logisch, woher soll man denn vorher wissen, ob die Hose kneift? Kaufe Kleidung daher besser nicht online.
  • Bestelle nicht auf Verdacht, sondern nur, wenn Du wirklich vorhast, etwas zu behalten. So vermeidest Du Retouren. Diese können nerven, sind oft überflüssig und verursachen einen hohen Energieaufwand.
  • Achte auch beim Online Shopping auf faire Anbieter und Produkte. Viele nachhaltige Versandhandel halten sich beim Packen Ihrer Pakete an grüne Richtlinien und vermeiden so Verpackungsmüll.

Wir freuen uns über Deinen Kommentar: