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Mach ich morgen! 3 Gründe, warum Prokrastinieren gar nicht so schlecht ist

FLSK Prokrastination

Aufschieben und Aussitzen hat einen schlechten Ruf. Zu Unrecht! Erfahre, warum Prokrastinieren manchmal schlauer ist, als Sachen sofort zu erledigen (und mit welchem Trick Du Dich trotzdem zum Loslegen bringst). 

Anpacken oder Aufschieben?

Bis ich mich endlich an den Laptop gesetzt habe, um diesen Artikel zu schreiben, sind 36 Stunden vergangen. Erst musste ich das schöne Wetter nutzen, aber als ich im Garten war, habe ich die ganzen vertrockneten Pflanzen gesehen, die dringend entfernt gehören. Tja, dann war auch schon Essenzeit und danach war ich zu müde. Nach einem Nickerchen habe ich mich erst mal um anstehende Überweisungen gekümmert und dabei den Schreibtisch aufgeräumt, bis es eindeutig zu spät war, um noch zu arbeiten. Hallo Netflix! Am nächsten Morgen sind mir zuerst die dreckigen Fenster aufgefallen …

Kennst Du das auch? Manche Dinge bleiben in der Dauerwarteschleife hängen. Statt Deine Steuererklärung zu machen, stürzt Du dich mit Feuereifer auf die Wäscheberge. Und hast Du Dir vorgenommen, den Keller zu entrümpeln, ertappst Du Dich Stunden später beim Durchblättern alter Fotoalben oder beim Telefonat mit der Schwiegermutter. Sind ja auch alles sinnvolle und wichtige Dinge, beruhigen wir uns. Doch langfristig nagt das schlechte Gewissen. Wie kann man nur so faul, schwach, unorganisiert sein? Doch halt! Diese Sichtweise ist wissenschaftlich schon längst entkräftet. Du und ich – wir verfügen über ein ziemlich weises Unterbewusstsein, das genau weiß, was es tut. Wäre es nicht für irgendwas gut, würden wir nicht prokrastinieren. Logisch, oder? Also her mit den guten Gründen!

1. Prokrastinieren schützt Dich vor falschen Zielen

Musstest Du Dich jemals motivieren, Deinen besten Kumpel anzurufen? Morgens aufzustehen, wenn Du zur Reise Deines Lebens aufbrichst? Eher nicht. Du weißt genau, warum Du diese Dinge tust. Schiebst Du etwas auf, heißt das entweder, dass es keinen (ausreichend) guten Grund gibt, es zu erledigen. Oder es bedeutet, Du hast Deine Gründe nicht klar vor Augen. Frage dich immer: Gibt es einen guten Grund, warum ich hier aktiv werden sollte? Wenn nicht, streich den Punkt von Deiner To-Do-Liste und sei Deiner Prokrastination dankbar.

  • Mach die Steuerklärung, weil Du mit einer Rückzahlung von 1.000 Euro rechnen kannst.
  • Lerne für die Prüfung, weil sie Dich näher zu Deinem Traumjob bringt.
  • Oder wie in meinem Fall: Schreib den Artikel, weil Du Dich daran erinnerst, wie viel Spaß es Dir machen wird.

2. Prokastinieren bewahrt Dich vor Überforderung und Burn-out

Wer wärst Du, wenn Du effizient und ohne Dich jemals zu drücken alle anstehenden Aufgaben abarbeiten würdest? Eine verdammte Maschine. Ein gut geschmiertes Rädchen in einer auf Leistung ausgelegten Gesellschaft. Zum Glück bist Du nicht so! Du bist ein Mensch und was da alles Deiner Liste steht ist echt viel. Die Welt ist komplex, unüberschaubar und neigt dazu uns zu überfordern. Gut, dass Du so schlau bist, dich mittels Prokrastination immer wieder rauszunehmen aus dem Hamsterrad des Muss-Muss-Muss. Eigentlich musst Du nämlich gar nichts. Du kannst Dir erlauben aus der Freude heraus zu handeln.

 3. Prokrastinieren spart Dir Arbeit und Energie

Viele Dinge, vor allem solche, die von anderen Menschen an uns herangetragen werden, erledigen sich nach kurzer Zeit von selbst. Oder es tauchen neue Informationen auf, die alles verändern. Es ist verblüffend, wie selten es auffällt, wenn etwas nicht erledigt wurde. Und außerdem: Je länger Du Sachen aufschiebst, desto wahrscheinlicher wird es, dass jemand anderes sich ihrer annimmt. In allen Fällen hast Du Dir Zeit und Energie gespart. Das ist großartig, denn die brauchst Du für andere Dinge. Die Reise deines Lebens zum Beispiel!

So stoppst Du die Aufschieberitis

Super! Wenn Du die drei Gründe oben nachvollziehen konntest, hast du einen großen Schritt in Richtung Frieden mit Dir selbst getan. Du hast erkannt: Die Prokrastination ist nicht Dein Feind. Dennoch gibt es Dinge, die Du wirklich erledigen solltest, und zwar bald? Dann hilft Dir garantiert der Trick mit dem Zeitlimit. Das funktioniert so: Du beschäftigst Dich sofort mit der anstehenden Aufgabe, allerding nur fünf Minuten. Nicht länger! Fünf Minuten sind okay, oder? Schon in fünf Minuten kannst du weiter putzen, E-Mails checken oder fernsehen.

Der Trick dabei ist, die Hürde für Dich so klein zu machen, dass Du sie kaum noch wahrnimmst. Sobald Du angefangen hast, überkommt Dich eine gewaltige Erleichterung. Oft ist die Überraschung groß: Es ist gar nicht so schlimm wie befürchtet! Dieses gute Gefühl motiviert Dich am nächsten Tag zu den nächsten fünf Minuten, aus denen vielleicht zehn werden und bevor du es merkst, steckst Du mittendrin, anstatt darum herum zu schleichen. Und wenn Deine Aufgabe wirklich furchtbar ist – es sind ja nur fünf Minuten.

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