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5 Fragen, die Du Dir vor der nächsten Einkaufstour stellen solltest

Einkaufen

Es sind schwierige Zeiten. Ganz entspannt durch die Stadt schlendern und mit der besten Freundin in den Läden stöbern? Geht nicht. Beziehungsweise geht schon (wieder), nur ist entspannt wirklich anders.

Maske und Abstand sind zwar sinnvoll, aber beim Shoppingerlebnis eher hinderlich. Daher habe ich meine Einkaufstouren ins Internet verlegt. Eine nicht repräsentative Umfrage in meinem Bekanntenkreis hat ergeben: Damit bin ich nicht alleine.

Doch der Ort des Geschehens ist nicht das einzige, was sich Corona-sei-dank beim Shoppen geändert hat. Auch die Frequenz, mit der der Paketbote bei mir klingelte, hatte sich zwischenzeitlich rapide erhöht.

Die ersten zwei Wochen des Lock-Downs war ich, was Geld ausgeben angeht, in einem Schockzustand. Doch dann setzte sie ein, die große Langweile. Angesichts ausgefallener Partys, Urlaube, Barabende und kultureller Veranstaltungen schrie alles in mir nach geistiger Stimulation. Und die holte ich mir beim Einkaufen. Gut für die Wirtschaft, schlecht für meinen Kontostand und sehr zweifelhaft für meine Psyche. 

Wie ich dem entkommen bin? Mit Achtsamkeit und diesen fünf Fragen, die jeder ganz einfach anwenden kann – egal, ob Du online oder offline zum Einkaufen gehst. Los geht’s!

1. Wie geht es mir?

Der Smalltalk-Evergreen ist auch die Schlüsselfrage beim Einkaufen. Genauso wie man nie hungrig in den Supermarkt gehen sollte, ist Shoppen bei intensiveren Gefühlen ein absolutes Tabu. Du bist gerade richtig traurig? Dann spricht lieber mit einem Freund. Du könntest die ganz Welt umarmen? Dann lass die Energie beim Tanzen oder Joggen raus. Du fühlst Dich ziemlich okay und klar im Kopf? Beste Voraussetzungen, go for it!

2. Nach was habe ich Sehnsucht?

Wichtiger Grundsatz: Wir wollen nie, nie aber wirklich niemals das Ding selbst. Nicht die stylische Lampe, nicht die sexy Jeans und auch nicht den praktischen Rucksack fürs Büro. Was wir stattdessen wollen (und hoffen, über die gekauften Dinge zu erreichen) ist ein bestimmtes Gefühl. In meinem Fall war das Abwechslung und das Gefühl, etwas aktiv tun zu können, geboren aus der Monotonie und der Ohnmacht, die die Krise bei mir ausgelöst hat. Was ist es bei Dir? Nach was sehnst Du Dich gerade?

3. Wie kann ich das Bedürfnis auf andere Weise befriedigen?

Wenn Du es herausgefunden hast, kannst Du natürlich zuschlagen und den hoffentlich positiven Effekt genießen. Oder aber Du fragst Dich, ob das der beste, effektivste erfolgversprechendste Weg ist, Dein Ziel zu erreichen. Es gibt nämlich immer noch andere Wege, wie Du Dich sicher, begehrenswert, unabhängig, schön, frei, etc. fühlen kannst. Du musst nur danach suchen.

Nachdem ich das verstanden hatte, habe ich angefangen, bewusst für Abwechslung und Aktivität zu sorgen. Ich habe kreative Projekte gestartet, neue Rezepte ausprobiert und für mich und meine Familie kleine Highlights geplant, zu denen ich mich dann besonders angezogen habe. Dadurch ist die Lust zu Shoppen nicht komplett verschwunden. Aber sie hat sich deutlich entspannt.

4. Kann ich das auch leihen, tauschen, selber machen?

Manchmal ist ein Zuwachs im Kleiderschrank oder im Haushalt immer noch die beste Lösung. Im Interesse der Umwelt frage ich mich dann, ob ich das Teil nicht irgendwo anders herbekommen kann. Fabrikneu ist selten nötig. Übrigens: Das Handwerken, Recherchieren und Tauschen bringt auch noch jede Menge Spaß und zwischenmenschliche Vibes.

5. Wen möchte ich gezielt unterstützen?

Jetzt bist Du dem, was Du wirklich (kaufen) willst, schon ziemlich nahe. Wenn Du an dieser Stelle von einem Kauf überzeugt bist, bleibt noch eine letzte Frage zu klären: Wo möchtest Du kaufen? Dein Geld bedeutet nämlich für den Händler, ob groß oder klein, einen Unterschied. (By the way: Danke an alle, die FLSK gerade unterstützen! Ihr seid großartig!)

In der Corona-Krise kann es durchaus eine gute Tat sein, bei einem lokalen Geschäft einzukaufen. Triff auch in dieser Hinsicht eine bewusste Entscheidung im Einklang mit dem, was Dir wichtig ist. So kannst Du Dich am Ende doppelt über Deine Neuerwerbung freuen.

Fazit: Ich habe nicht komplett aufgehört einzukaufen. Das ist auch gar nicht mein Ziel, ich bin schließlich kein Minimalist Ich finde es schön, mir ab und zu einen kleinen Kick und echte Freude kaufen zu können. Wenn ich es will. Wenn ich mich bewusst dafür entscheide. Und nicht, weil ich von meinen Bedürfnissen ferngesteuert werde. Auf Deine Freiheit!

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